Informationen für Studieninteressierte

Worum geht es im Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft? Wie läuft das Studium ab? Was macht man später damit? Und wo finde ich mehr Informationen? Auf dieser Seite haben wir für Sie grundlegende Informationen zu unserem Studienangebot zusammengestellt. Außerdem finden Sie die wichtigsten Informationen auf einen Blick im Factsheet.

Worum geht es im Studium?

Studierende sitzen im Seminarraum am Tisch

Theater-, Film- und Medienwissenschaft ist eine kulturwissenschaftliche Disziplin. Sie untersucht auf vielfältige Weise theatrale und mediale Konstellationen und Verfahren und fragt nach der Geschichte und Theorie von Theater, Film und Medien. Zu klären, was diese drei Gegenstandsbereiche überhaupt ausmacht, ist dabei eine wesentliche und immer wieder neue Aufgabe. Im Studium geht es nicht nur um die Analyse von Inszenierungen, um die Beschäftigung mit der Theorie von Film oder um soziale Medien, sondern auch um politische Theorie, Ökonomie, Philosophie und Kulturtheorie.

Das Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft ist das einzige in Österreich und das größte derartige Universitätsinstitut im deutschsprachigen Raum. In produktiver Distanz zu gängiger Theater- und Medienpraxis ist das Institut vor allem Ort theoretischer Auseinandersetzung – aber auch Schnittstelle von wissenschaftlicher und künstlerischer Praxis.

Wie läuft das Studium ab?

Ausgehend von einem integrativen Ansatz erarbeiten Studierende die historischen und systematischen Grundlagen einer forschungsorientierten Theater-, Film- und Medienwissenschaft, die szenische Vorgänge und Prozesse inszenierter Wahrnehmung beschreibt sowie ästhetische Verfahren und technische Paradigmen analysiert. Studierende lernen die Organisations- und Vertriebsformen von Theater-, Film- und Medien zu verstehen und die medialen Konstruktionsweisen von Subjekten und Gesellschaft transparent zu machen.

  • Studierende lesen wissenschaftliche Texte, diskutieren in Seminaren und üben sich durch das Verfassen eigener, kleiner schriftlicher Arbeiten in kulturwissenschaftliches Denken ein. Die wissenschaftlichen Texte, die gelesen werden und welche die Grundlage für die eigenen Auseinandersetzungen darstellen, sind oft sehr fordernd. Es handelt sich nicht, wie in der Schule, um Lehrbuchtexte, sondern voraussetzungsreiche und oftmals nicht einfach zu verstehende philosophische Texte, die großes Durchhaltevermögen und Geduld mit sich selbst verlangen.
  • Im Mittelpunkt des Studiums steht nicht der Wissenerwerb, sondern die Vermittlung und selbständige Aneignung von Kompetenzen. Dies geschieht maßgeblich durch gemeinsames Diskutieren und Formen eines forschungsorientierten Lehrens und Lernens.
  • Viele Ansätze im Studium brechen radikal mit alltagsweltlichen Vorstellungen davon, was etwa Theater ›ist‹, was unter einem Medium zu verstehen wäre oder wie Film ›wirkt‹. Studierende sollten die Fähigkeit mitbringen, bisherige Gewissheiten über Bord werfen zu können und sich auf völlig neue Denkweisen einlassen zu können.
  • Das Studium erfordert in hohem Maße Selbstmotivation und eigenes Engagement. Es genügt nicht, nur die vorgeschriebenen Lehrveranstaltungen zu besuchen; Studierende sollten sich selbständig und eigenverantwortlich eigene Themen- und Wissensfelder erarbeiten und auch außerhalb des Studiums viel lesen, ins Theater gehen, (abseitige) Filme und Fernsehen schauen und selber aktiv das Medienumfeld nutzen.
  • Im Bachelorstudium »Theater-, Film- und Medienwissenschaft« findet keine Ausbildung im Sinne künstlerischer Berufe (Regie, Schauspiel, Kamera etc.) statt.

Wie in den meisten Universitätsstudien müssen Sie auch in der Theater-, Film- und Medienwissenschaft im ersten Semester zunächst die gesetzlich vorgeschriebene Studieneingangs- und -orientierungsphase (StEOP) absolvieren. Erst danach können Sie reguläre Seminare, Übungen und Vorlesungen besuchen.

Was macht man später damit?

Das Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft ist keine Ausbildung für einen spezifischen Beruf, sondern vermittelt Kenntnisse und Qualifikationen, die für alle Medienberufe grundlegend sind. Das bedingt, dass man erwarten muss, nicht schon zu Beginn des Studiums zu wissen, wie man später einmal beruflich tätig sein wird. Absolvent_innen unserer Studien arbeiten im gesamten kulturellen Feld, an Theatern und Opernhäusern, in der Film- und Fernsehindustrie, in Bereichen wie Werbung, Medienkritik, Redaktion oder Kultur- und Festivalmanagement und natürlich auch in der Wissenschaft. Der Einstieg in diese Berufsfelder erfordert sehr viel eigenes Engagement und Geduld bei der Entwicklung von Interessen.

Die Universität Wien führt seit 2008 ein regelmäßiges Monitoring der Arbeitsmarktintegration und der Erwerbskarrieren ihrer Absolvent_innen durch. Auch zu den Karriereverläufen der Absolvent_innen des Bachelorstudiums Theater-, Film- und Medienwissenschaft gibt es Erkenntnisse, die Ihnen die Entscheidung für oder gegen ein Studium erleichtern können.

Wo finde ich mehr Informationen?

Die Universität Wien verfügt über eine enorme Vielfalt an Studienmöglichkeiten, die es nicht gerade einfach macht, ein bestimmtes Studium zu wählen. Diese wichtige Entscheidung sollten Sie jedenfalls nicht treffen, ohne sich vorher genau informiert zu haben.

Persönliche Beratung

Haben Sie Fragen zur inhaltlichen Ausrichtung des Studiums der Theater-, Film- und Medienwissenschaft? Sind Sie unsicher, ob das Studium für Sie geeignet ist? Die Mitarbeiter_innen der StudienServiceStelle sind zu den Öffnungszeiten gerne persönlich für Sie da und helfen Ihnen bei der Entscheidungsfindung.

Studienberechtigungsprüfung

Ohne Hochschulreife studieren

Auch ohne allgemeine Hochschulreife ist es möglich, das Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft aufzunehmen. In einem solchen Fall muss eine Studienberechtigung erworben werden. Die Studienberechtigungsprüfung besteht aus mehreren Teilprüfungen; neben den Pflichtfächern muss als fachspezifisches Wahlfach das Pflichtmodul 2 der Studieneingangs- und Orientierungsphase (STEOP) »Theatrale und mediale Inszenierungsformen« absolviert werden. Reicht die fachspezifische Vorbildung nicht aus, muss zusätzlich auch das Pflichtmodul 1 der STEOP absolviert werden. Genaue Informationen zur Zulassung und den Prüfungsfächern sind über Student Point und das Referat Studien- und Lehrwesen erhältlich.

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